Umsatzsteuer

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Verbändeschreiben zum Erhebungsverfahren der Einfuhrumsatzsteuer

Nachdem die Forderung einer Verbändeinitiative, unter anderem dem DSLV Bundesverband Spedition und Logistik, das Einfuhrumsatzsteuer-Erhebungsverfahren an EU-Standard anzugleichen, im Koalitionsvertrag verankert worden ist, ist eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe mit der Einführung eines „Verrechnungsmodells“ befasst. Hiernach wäre die bei der Einfuhr von Gegenständen zu entrichtende Einfuhrumsatzsteuer nicht mehr  zum Zeitpunkt der Einfuhr zu entrichten, sondern könnte auf die periodische inländische Umsatzsteueranmeldung des Importeurs verlegt bzw. verrechnet werden. Damit würde die Liquidität von verzollenden Unternehmen nicht länger negativ beeinflusst und der erhebliche Wettbewerbsnachteil für die im ganzen Bundesgebiet angesiedelten Importeure, Spediteure, Flug- und Seehäfen gegenüber ihrer ausländischen Konkurrenz ausgeräumt.

 

Aufgrund der gesteigerten Brisanz dieser Thematik in der Coronavirus-Krise wurden vergangene Woche die Landesfinanzminister per Schreiben im Namen der Verbändekoalition um Beschleunigung der Einführung des Verrechnungsmodells gebeten.