Die im Folgenden genannten Umsatz- und Beschäftigtenzahlen beziehen sich ausschließlich auf den Markt der Anbieter von Speditions- und Logistikdienstleistungen. Die Leistungen und Beschäftigten der Logistikabteilungen von Industrie und Handel werden dabei nicht berücksichtigt.


Beschäftigte in Spedition und Logistik

Im Jahr 2017 verzeichneten die Speditions- und Logistikdienstleister insgesamt 578.564 Beschäftigte. Die Beschäftigtenzahl stieg im Vergleich zu 2016 um 4,2 Prozent an und wuchs damit das achte Jahr in Folge. Die Branche bietet damit zwar mehr als einer halben Million Menschen Arbeit, dennoch ist ein Großteil ihrer Betriebe der Kategorie der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zuzurechnen. Unter anderem prägen die regionalen Produktions- und Verbrauchsstrukturen die Betriebsgröße der Branche. So verfügen 53 Prozent der Betriebe über bis zu 50 und nur 14 Prozent über mehr als 200 Mitarbeiter. Ein Betrieb hatte im Jahr 2015 durchschnittlich 34 Beschäftigte. Im Vergleich hierzu beschäftigten Betriebe des gewerblichen Straßengüterverkehrs durchschnittlich nur elf Mitarbeiter.

Umsatz in Spedition und Logistik

Nach dem krisenbedingten Einbruch 2009/2010 hat sich das Umsatzniveau der Branche zunächst auf einem stetigen Wachstumskurs stabilisiert. 2015 ging der Umsatz auf 99 Milliarden Euro zurück, was aufgrund des niedrigen Ölpreises auf niedrigere Preiseffekte zurückzuführen sein dürfte. 2016 stiegen die Umsätze deutlich auf 104,6 Mrd. Euro an. Für 2017 sind noch keine amtlichen Daten aus der Dienstleistungsstatistik verfügbar.

 


Jahr

Beschäftigte

Umsatz
(Mrd. Euro)

2003 475.593 48,6
2004 472.059 54,9
2005 480.939 59,7
2006 487.822 65,6
2007 497.715 77,2
2008 529.587 79,8
2009 501.242 67,6
2010 507.298 78,4
2011 519.758 88,7
2012 520.914 91,1
2013 524.351 93,2
2014 532.338 102,32
2015 543.126 99,0
2016 555.204 104,6
2017 578.564 110,83

 


Datenquellen: Dienstleistungsstatistik, Statistisches Bundesamt; Beschäftigtenstatistik, Bundesagentur für Arbeit, Eigene Berechnungen.


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Ab dem Berichtsjahr 2008 wird die revidierte Wirtschaftszweigklassifikation (WZ) angewendet (Ausgabe 2008). Bei einer Revision in 2016 hat sich aufgrund verbesserter Datenaufbereitung die Zahl der Beschäftigten und der Betriebe ohne Angabe zum Arbeitsort und Wirtschaftszweig reduziert. Deswegen treten Abweichungen rückwirkend bis einschließlich 2008 gegenüber zuvor veröffentlichten Daten auf.

2 Der sehr starke Anstieg gegenüber 2013 (+9,1 Milliarden Euro) ist überwiegend auf eine Erweiterung der statistischen Erfassung auf Unternehmen mit einem Gesamtumsatz von weniger als 17.500 Euro im Jahr zurückzuführen.

3 DSLV-Prognose