Berlin, 1. Dezember 2021

Die Ausbreitung der pandemischen Lage nimmt dramatische Züge an. Die Speditions- und Logistikbranche arbeitet mit Hochdruck daran, die Versorgung von Industrie, Handel und Bevölkerung weiterhin sicherzustellen und tut alles, um stillstehende Produktionsbänder und leere Supermärkte zu verhindern. Ungeimpfte Menschen tragen leider ein hohes Risiko – für sich und andere. Der DSLV Bundesverband Spedition und Logistik appelliert deshalb an seine 3.000 Mitgliedsbetriebe, sich weiterhin mit Nachdruck für eine Erhöhung der Impfquoten in ihren Belegschaften einzusetzen. 

Viele Beschäftigte arbeiten im Homeoffice und da, wo die Arbeit vor Ort durchgeführt werden muss, haben Logistiker in ihren Betrieben aufwendige Hygiene-, Abstands- und Testkonzepte umgesetzt. Gleichzeitig mussten Speditionen ihre Teams auch in Hochrisikogebiete schicken, um dort dringend benötigte Waren anzuliefern oder für den deutschen Markt abzuholen. Logistikbetriebe selbst sind keine Hotspots bei Corona-Ausbrüchen. Damit dies so bleibt, setzen unsere Unternehmen auch weiterhin mit vielen Maßnahmen auf Hygiene, Abstand und Testen.

Leider haben alle bisher von Politik, Gesellschaft und Wirtschaft ergriffenen Maßnahmen nicht ausgereicht, um die Infektionszahlen in den Griff zu bekommen.
Impfen schützt vor schweren Krankheitsverläufen, vor einer Überlastung des Gesundheitssystems und vor schweren volkswirtschaftlichen Schäden. Daher muss es jetzt unser gemeinsames Ziel sein, so viele Menschen wie irgendwie möglich zu bewegen, sich impfen und boostern zu lassen, um immer wieder neue Zuspitzungen der Corona-Krise zu verhindern und das Infektionsgeschehen zu beruhigen. 

Das Ziel ist die Erhöhung der Impfquote der Bevölkerung Richtung 100 Prozent! 

Wir rufen deshalb unsere Mitgliedsunternehmen auf, ihre Belegschaften auf diesem Weg im Vorgriff auf eine mögliche gesetzliche Impfpflicht zu unterstützen und zu motivieren. Um den Kreislauf immer neuer Coronawellen zu durchbrechen, braucht es zudem kreative Konzepte, indem zum Beispiel Impftermine für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie für die Beschäftigten der beauftragten Transportdienstleister organisiert werden. Hierfür braucht es unbedingt noch mehr öffentlich zugängliche Impfangebote – die Impfinfrastruktur muss wieder ausgebaut werden!

Gleichzeitig ruft der DSLV die politischen Entscheider in Bund und Ländern aus Anlass der am 2. Dezember 2021 stattfindenden Ministerpräsidentenkonferenz auf, bei allen zu treffenden Maßnahmen stets die Stabilität der versorgungsnotwendigen Logistikketten im Auge zu behalten. So sorgte die kurzfristig beschlossene und unmittelbar in Kraft getretene Änderung des Infektionsschutzgesetzes Ende November für Störungen in den logistischen Abläufen. Nur mit großer Mühe und Einsatz aller Beteiligten konnte ein Bruch der Versorgungsketten verhindert werden. 

Gemeinsam die 5. Corona-Welle verhindern! Die Speditions- und Logistikbranche setzt alles dran!

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Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Maximilian Pretzel

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