Die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD haben sich darauf verständigt, dass Arbeitgeber in besonders sensiblen Bereichen, wie z. B. der Altenpflege, Kinderbetreuung und in Krankenhäusern, künftig den Impfstatus der Beschäftigten abfragen dürfen. Im Rahmen eines Änderungsantrags zum Infektionsschutzgesetzes (IfSG) soll in § 28a eine entsprechende Ermächtigung für Arbeitgeber eingearbeitet werden. Die Abfrage des Impfstatus soll sich jedoch nicht nur auf besondere Einrichtungen und Unternehmen (§ 36 Abs. 1 und 2 IfSG), sondern auch in zeitlicher Hinsicht auf die Dauer der epidemischen Lage von nationaler Tragweite sowie inhaltlich nur auf das Corona-Virus beschränken. Die Auskunft über das Bestehen eines Impfschutzes oder das Bestehen einer natürlichen Immunität ist direkt beim Beschäftigten einzuholen. 

 
Arbeitgeberseitig wäre ein, für die Zeit der Corona-Krise befristetes, Auskunftsrecht zum Impfstatus für alle Unternehmen aller Branchen wünschenswert gewesen, um die im Rahmen der Corona-Arbeitsschutzverordnung definierten Anforderungen an einen betrieblichen Infektionsschutz auch entsprechend umsetzen zu können. 

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