Aufgrund der bundesweit rückläufigen Zahl der Neuinfektionen mit dem Corona-Virus plant das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) die derzeit noch bis 30. Juni 2021 geltende SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV) anzupassen. Die überarbeitete Corona-ArbSchV soll zum 1. Juli 2021 in Kraft treten und bis zum 30. September 2021 gelten. Abweichende Regelungen der Länder zum Infektionsschutz bleiben hingegen unberührt.

 
Konkret entfällt die noch bis 30. Juni 2021 geltende Homeoffice-Angebotspflicht für Arbeitgeber somit ab dem 1. Juli 2021. Die Regelungen zur Gefährdungsbeurteilung, dem betrieblichen Hygienekonzept, der Verpflichtung zur Kontaktreduktion im betrieblichen Umfeld sowie der Test-Angebotspflicht bleiben jedoch bestehen. Demnach sind Arbeitgeber weiterhin verpflichtet, die Gefährdungsbeurteilung hinsichtlich zusätzlich erforderlicher Maßnahmen des betrieblichen Infektionsschutzes unter Berücksichtigung der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel zu überprüfen und zu aktualisieren. Auf Grundlage dieser Gefährdungsbeurteilung haben Arbeitgeber in einem Hygienekonzept die erforderlichen Maßnahmen zum betrieblichen Infektionsschutz festzulegen und umzusetzen. Sofern das Tragen medizinischer Gesichtsmasken erforderlich ist, hat der Arbeitgeber diese weiterhin bereitzustellen. 
 
Ferner sind Arbeitgeber weiterhin verpflichtet, die betriebsbedingten Personenkontakte zu reduzieren. Des weiteren müssen Arbeitgeber ihren Beschäftigten, soweit diese nicht ausschließlich in ihrer Wohnung arbeiten, mindestens zweimal pro Kalenderwoche kostenfrei einen Corona-Test zur Verfügung stellen. Ein entsprechendes Testangebot ist entbehrlich, wenn Beschäftigte vollständig geimpft oder genesen sind. Die Nachweise über die Beschaffung von Tests sind auch weiterhin bis zum 30. September 2021 aufzubewahren.
 
Die überarbeitete Corona-ArbSchV soll am 23. Juni 2021 im Bundeskabinett beschlossen werden.

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