Angesichts der pandemischen Lage haben sich Bund und Länder am 3. März 2021 im Rahmen einer Videokonferenz darauf verständigt, die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV) bis zum 30. April 2021 zu verlängern. Demnach sind Arbeitgeber weiterhin verpflichtet, alle geeigneten technischen und organisatorischen Maßnahmen zu treffen, um betriebsbedingte Personenkontakte zu reduzieren. Unter anderem hat der Arbeitgeber seinen Beschäftigten im Falle von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten weiterhin anzubieten, diese Tätigkeiten in deren Wohnung auszuführen, sofern keine zwingenden betrieblichen Gründe entgegenstehen. Liegen betriebliche Gründe dafür vor, dass eine Arbeit im Homeoffice nicht möglich ist, so müssen Arbeitgeber nach § 22 Abs. 1 ArbSchG auf Verlangen der zuständigen Behörde diese Gründe darlegen. 

 
Da es sich vorliegend um arbeitsschutzrechtliche Maßnahmen handelt, besteht kein subjektives Klagerecht von Beschäftigten.
 
Für Beschäftigte besteht keine Verpflichtung zur Annahme und Umsetzung dieses Angebots.
 
Sofern eine Arbeit im Homeoffice nicht möglich ist und die Nutzung von Räumen durch mehrere Personen erforderlich ist, muss für die Arbeit im Büro eine Mindestfläche von zehn Quadratmetern pro Arbeitnehmer vorhanden sein oder durch geeignete Maßnahmen (z. B. Abtrennungen oder Lüftungsmaßnahmen) der Schutz der Beschäftigten sichergestellt werden. 
 
Arbeitgeber sind ferner verpflichtet, ihren Beschäftigten medizinische Gesichtsmasken oder FFP2-Masken zur Verfügung zu stellen, wenn die erforderlichen Raumbelegungen oder Mindestabstände nicht eingehalten werden können.
 
Die vorgenannten Vorschriften sollen durch die zuständigen Arbeitsschutzkontrollbehörden kontrolliert und mit Bußgeldern bestraft werden. Ferner kann der Betrieb im betroffenen Bereich untersagt werden.

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