Wie der tschechische Verband der Straßentransportunternehmen Česmad mitteilt, verlangt  die Tschechische Republik seit Mitternacht des 14. Februar 2021 von allen Fahrern von Gütertransporten, die das Land auf dem Weg nach Deutschland durchqueren wollen, einen negativen COVID-19-Test. Laut dem tschechischen Gesetzestext ist diese Maßnahme eine Reaktion darauf, dass Deutschland die Tschechische Republik in die Liste der Länder mit der neuen COVID-19-Variante aufgenommen hat. Danach müssen Fahrer von Gütertransporten, die aus der Tschechischen Republik kommen, oder die Tschechische Republik durchqueren bei der Einreise nach Deutschland einen negativen Test vorlegen. Die tschechischen Behörden verlangen einen negativen Covid-19-Test, der nicht älter als 36 Stunden sein darf. Sowohl PCR- als auch Antigen-Schnelltests werden akzeptiert, sofern sie von einem akkreditierten Labor durchgeführt wurden. Die Tschechische Republik wird stichprobenartige Kontrollen an den Grenzen einführen, um die Einhaltung dieser Maßnahme zu überprüfen. Von Fahrern im Transit durch die Tschechische Republik kann außerdem verlangt werden, den Test bei Straßenkontrollen vorzuzeigen.

 
Ebenfalls als Reaktion auf die deutschen Maßnahmen hat Tirol bereits am Sonntag damit begonnen, den Lkw-Verkehr aus Italien zu kontrollieren und zu drosseln, um einen starken Rückstau und Stau im Inntal zu verhindern. 
Wie der österreichische Verband AISÖ informiert, stehen derzeit aus Kapazitätsgründen der Teststationen, aber auch wegen mangelnder Parkplätze entlang des österreichischen Autobahnnetzes keine Testmöglichkeiten im Transit zur Verfügung. Fahrer sollten sich daher bereits in Italien testen lassen. Nach Presseberichten will das Bundesland Tirol in Abstimmung mit der österreichischen Bundesregierung eine Verordnung erlassen, die systematische Kontrollen bereits an der Grenze zu Italien auf eine rechtliche Grundlage stellt.