Der Finanzausschuss des Deutschen Bundestags hat am 10. Dezember 2020 durch zahlreiche Änderungsanträge zum Entwurf eines Jahressteuergesetzes 2020 unter anderem eine sogenannte Corona-Pauschale für Homeoffice beschlossen. Demnach können Arbeitnehmer für jeden Kalendertag, an dem sie ausschließlich in der häuslichen Wohnung arbeiten, einen Betrag in Höhe von fünf Euro steuerlich geltend machen, wenn die Voraussetzungen für den Abzug von Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer nicht vorliegen. Die Pauschale ist bis zu einem Höchstbetrag von 600 Euro im Jahr begrenzt und kann in den Jahren 2020 und 2021 geltend gemacht werden.  
 
Ferner wurde die Frist zur Steuerbefreiung für, aufgrund der Corona-Krise an Arbeitnehmer gezahlte Beihilfen und Unterstützungen bis zur Höhe von 1.500 Euro bis Juni 2021 verlängert. Damit haben Arbeitgeber der Branche nunmehr mehr Zeit für eine steuerbegünstigte Abwicklung der Corona-Beihilfen. Der Ausschuss stellt allerdings klar, dass die Fristverlängerung nicht dazu führt, dass eine Corona-Beihilfe weiterhin im ersten Halbjahr 2021 erneut in Höhe von 1.500 Euro steuerfrei bezahlt werden kann. Lediglich der Zeitraum für die Gewährung des jeweiligen Betrags werde entsprechend gestreckt. 
 
Darüber hinaus hat der Ausschuss die Regelung, wonach Arbeitgeberzuschüsse zum Kurzarbeitergeld steuerfrei bleiben ebenfalls bis Ende 2021 verlängert. 
 
Bundestag und Bundesrat müssen dem Jahressteuergesetz 2020 noch zustimmen.