Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist gegenüber dem 4. Quartal 2019 – preis-, saison- und kalenderbereinigt – um 2,2 Prozent gesunken. Das war der stärkste Rückgang seit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 und der zweitstärkste Rückgang seit der deutschen Vereinigung. Lediglich im 1. Quartal 2009 war der Rückgang mit -4,7 Prozent zum Vorquartal noch stärker. Auch im Vorjahresvergleich ist die Wirtschaftsleistung eingebrochen: Das BIP war im 1. Quartal 2020 preisbereinigt um 1,9 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. 

Stark rückläufig waren im 1. Quartal 2020 die privaten Konsumausgaben. Auch die Investitionen in Ausrüstungen – also vor allem in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge – nahmen deutlich ab. Die Konsumausgaben des Staates und die Investitionen in Bauten wirkten dagegen stabilisierend und verhinderten einen noch stärkeren Rückgang des BIP. 

 

Diese Ergebnisse hat das Statistische Bundesamt am 15. Mai 2020 in der Pressekonferenz „Wirtschaftliche Auswirkungen der Corona-Pandemie“ in Berlin vorgestellt., Die vollständige Pressemitteilung sowie weitere Informationen und Funktionen sind abrufbar unter:

https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/05/PD20_169_811.html