Am 29. August 2019 aktualisierte die britische Regierung ihre Informationen über CEMT-Genehmigungen für die Monate November und Dezember 2019. UK-Unternehmer können demnach diese Genehmigungen seit dem 30. August 2019 beantragen. Sie sind bis Ende 2019 ausschließlich für Beförderungen aus dem UK in Nicht-EU-Länder oder EWR-Staaten beim Transit durch EU- oder EWR-Staaten erforderlich, und wenn mehr als zwei grenzüberschreitende Beförderungen innerhalb von sieben Tagen durchgeführt werden. Für Beförderungen, die ausschließlich innerhalb der EU oder des EWR-Raums stattfinden, können die vorhandenen EU-Lizenzen noch bis zum 31. Dezember 2019 eingesetzt werden, wie es zwischen der EU und dem UK im Frühjahr 2019 für den Fall eines No-Deal-Brexit vereinbart wurde.

Was nach diesem Datum passiert, steht derzeit noch nicht fest. Lediglich für Irland-Transporte wurde im Falle eines No-Deal-Brexit festgelegt, dass die EU-Lizenz weiterhin von UK-Unternehmern für Beförderungen aus dem Vereinigten Königreich nach Irland und umgekehrt von Irland nach UK, durch Irland in andere EU- oder EWR-Staaten und durch Irland zwischen Großbritanni-en und Nord-Irland genutzt werden kann. Weitere Informationen der UK-Regierung über den Straßengüterverkehr sind online abrufbar.

Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) hatte vor kurzem auf die Antragstellung der CEMT-Genehmigungen für das Jahr 2020 hingewiesen. Vor dem Hintergrund des anstehenden No-Deal-Brexit und der Ungewissheit, inwieweit EU-Lizenzen auch noch im Jahr 2020 im Vereinigten Königreich eingesetzt werden können, hat die zuständige BAG-Außenstelle in Berlin auf den „Antragsformularen für die Neuerteilung von CEMT-Genehmigungen“ für 2020 eine separate Rubrik „ausschließlich für Großbritannienverkehre“ aufgenommen, mit der betroffene Unternehmen ihren Bedarf an CEMT-Genehmigun-gen für diese Verkehre angeben können.