Zur Abwicklung der Lieferbeziehungen zwischen Produzenten und Lieferanten einerseits und Handelsunternehmen andererseits werden Speditionen und Logistikdienstleister regelmäßig mit der Belieferung größerer Zentrallager beauftragt. Im Auftrag der Produzenten und Her-steller steuern an jedem Wochentag mehrere hundert Fahrzeuge der Logistik die Lagerrampen der Handelshäuser an, um eine Vielzahl von Waren anzuliefern.
 
Dabei sind die Anlieferprozesse langwierig, da viele Handelsrampen ineffizient organisiert und in der Regel nur zeitlich begrenzt geöffnet sind. Unangemessen lange Standzeiten der anliefernden Fahrzeuge blockieren Folgeaufträge und somit die knappen Laderaumressourcen der Logistik.
 
Sofern die Handelshäuser ihre eigenen Prozesse optimieren, gehen diese Maßnahmen meist zu Lasten der Speditionen oder der von ihnen beauftragten Transportunternehmen. Denn die Buchungen von Zeitfenstern oder so genannter ,Express-Rampen‘ sind für die Logistikunternehmen gebührenpflichtig.
 
Das im Handelsgesetzbuch (HGB) verankerte Instrumentarium reicht aber nicht immer aus, um die mit diesem Vorgehen für die Speditionsunternehmen verbundenen wirtschaftlichen Nachteile in jedem Fall auszugleichen. Nachfolgend werden die wesentlichen rechtlichen Rahmenbedingungen aus Sicht eines (Fixkosten-)Spediteurs bei der Buchung von Zeitfenstern und ,Express-Rampen‘ und die Rechte der Spedition bei der Berechnung von Standgeld erläutert.
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