Die Tiroler Landesregierung hat aktuell 17 Termine für das erste Halbjahr 2019 bekannt gegeben, an denen das Instrument der Blockabfertigung für den Schwerlastverkehr am Grenzübergang Kufstein/Kiefersfelden angewendet werden soll. Insgesamt ist im kom-menden Jahr mit mindestens 30 Blockabfertigungstagen zu rechnen.

Um die negativen Auswirkungen des Transitverkehrs durch das Inntal für die dort ansässige Bevölkerung abzumildern, hatte die Tiroler Landesregierung bereits für das Jahr 2018 insgesamt 25 Tage festgelegt, an denen eine sogenannte Blockabfertigung durchgeführt wird.

Am 15. August 2018 hat der Tiroler Landeshauptmann, Günther Platter, nunmehr den sogenannten „Dosierkalender für das erste Halbjahr 2019“ vorgestellt, der 17 Blockabfertigungstage enthält (siehe Anlage). Im Rahmen der Blockabfertigung stoppt die Tiroler Polizei den Schwerverkehr am Grenzübergang Kufstein/Kiefersfelden in Fahrtrichtung Süden und lässt pro Stunde nur etwa 300 Lkw auf der Inntalautobahn A 12 passieren. An einem von der Polizei eingerichteten Checkpoint auf der A 12 bei Kufstein Nord wird der Lkw-Verkehr ab 05:00 Uhr morgens verlangsamt, so dass dieser notfalls zum Stillstand kommt, um die angestrebte Begrenzung der Transitfahrten zu erreichen.

Nach Angaben der Tiroler Landesregierung sei der Lkw-Transitverkehr seit Januar 2018 gegenüber dem Vorjahr um dreizehn Prozent angestiegen, was zur Überlegung einer weiteren und intensiveren Durchführung von Blockabfertigungsmaßnahmen im Jahr 2019 geführt habe. So werde der Lkw-Verkehr aufgrund der gesammelten Erfahrungen in diesem Jahr beispielsweise 2019 am Mittwoch nach Ostern und an allen Werktagen jeweils in der Woche vor und nach Christi Himmelfahrt und Fronleichnam sowie an drei Werktagen nach Pfingsten entsprechend dosiert. Für die Festlegung der Blockabfertigungstage im zweiten Halbjahr 2019 wird noch die Entwicklung des Verkehrsaufkommens in den Herbstmonaten abgewartet, die erfahrungsgemäß die verkehrsstärksten Monate des Jahres darstellen. Insgesamt rechne man in Tirol aber mit mindestens 30 Blockabfertigungstagen im Jahr 2019.

Der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) wird über weitere Maßnahmen der Blockabfertigung, die erfahrungsgemäß zu teilweise erheblichen Rückstaus auf deutscher Seite und damit verbundenen Wartezeiten geführt haben, zeitnah berichten. Die Proteste und die Kritik gegen diese Maßnahmen Tirols, die insbesondere von deutscher und italienischer Seite im Rahmen des zweiten Brenner-Gipfels im Juni 2018 in Bozen vorgebracht wurden, haben bedauerlicherweise zu keinerlei Änderung der Situation geführt.

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