Die bereits bis Ende des Jahres 2017 in ganz Ungarn installierten dynamischen Verwiegesysteme wurden zum 1. Juni 2018 aktiviert. Damit können überladende Fahrzeuge während der Fahrt festgestellt und ab sofort mit einem Bußgeld belangt werden.

Wie der DSLV bereits am 9. Oktober 2017 berichtet hat, wurden in Ungarn bis Ende 2017 sukzessive dynamische Verwiegesysteme installiert. So sind an 89 Messpunkten auf ungarischem Territorium in die Infrastruktur eingelassene Waagen vorhanden, um die Achslasten und Gesamtgewichte der Fahrzeuge während der Fahrt kontrollieren zu können.

Nach einer Übergangsfrist, in der das System getestet wurde, ist es nun zum 1. Juni 2018 aktiviert worden. Dies bedeutet, dass ab sofort überladene Fahrzeuge mit Bußgeldern belegt werden können.

Im Zusammenhang mit dem elektronischen Mautkontrollsystem werden die Fahrzeugkennzeichen erfasst und die Messergebnisse der Verwiegungen zentral übermittelt. Überladene Fahrzeuge werden entweder im Rahmen von Vorabkontrollen oder Vorortkontrollen angehalten oder im fließenden Verkehr kontrolliert. Falls Übertretungen im fließenden Verkehr festgestellt werden, erhält der Fahrzeughalter im Anschluss per Post einen Bußgeldbescheid.

Das ungarische Ministerium für Innovation und Technologie hat über das neue dynamische Verwiegesystem die Broschüre „Kleiner TSM-Ratgeber“ in verschiedenen Sprachen veröffentlicht. Die deutsche Version dieser Broschüre, aus der weitere Einzelheiten über das neue Verwiegesystem hervorgehen, ist als Anlage beigefügt.

Angaben über die Höhe der Bußgelder bei Gewichtsüberschreitungen in Ungarn sind derzeit noch nicht bekannt. Der DSLV wird hierüber informieren, sobald erste Informationen vorliegen.

Typ Dokument (Download) Dateigröße
pdf TSM-Ratgeber.pdf 4,3 MB