Berlin, 7. Mai 2018

Spedition und Schienengüterverkehr haben das Potenzial für eine starke Koalition der Zukunft. Dies ist das Fazit der 15. Siegburger Kooperationsgespräche, die als gemeinsame zweitägige Marktplatzveranstaltung jährlich vom Deutschen Speditions- und Logistikverband (DSLV) und vom Verband der Verkehrsunternehmen (VDV) organisiert werden. Technische Innovationen, Digitalisierung, Transparenz, Standardisierung, Entbürokratisierung und vor allem auch die Deregulierung des nach wie vor zu starren Ordnungsrahmens für die Schiene sind die Kerninstrumente, um dieses Potenzial auszuschöpfen, stellten insgesamt sechzehn Referenten vor 160 Teilnehmern am 3. und 4. Mai 2018 fest.

Der Masterplan Schienengüterverkehr des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) beschreibt hierfür die richtigen Instrumente, betonen DSLV und VDV, die an der Planentwicklung beteiligt waren. Der Masterplan kann aber nur zur Wachstums- und Produktivitätssteigerung der Schiene beitragen, wenn seine insgesamt 66 Einzelmaßnahmen gelebt werden.

Der Entwurf des Bundeshaushaltsplans liefert mit der steuerlichen Förderung der Trassenentgelte in Höhe von um 350 Millionen Euro jährlich auf der Kostenseite bereits einen Beitrag zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Schiene. Die Verbände erwarten von der Bundesregierung, das hierfür bei der EU-Kommission notwendige Notifizierungsverfahren nun auch zügig einzuleiten, um Speditionen preisliche Anreize für eine Verkehrsverlagerung zu bieten und Eisenbahnverkehrsunternehmen in die Lage zu versetzen, zusätzlich in innovative Technologien zu investieren.

Um seine Organisations- und Lenkungsfunktion effizient ausüben zu können, braucht die Spedition einen möglichst ungehinderten Zugang zum System Schiene. Entscheidend wird deshalb auch die Zusammenarbeit der Akteure des Schienengüterverkehrs sein, die durch ein Netz multimodaler Terminals (MMT) und zusätzlicher Gleisanschlüsse gestärkt werden kann. Gleichzeitig  müssen administrative und technische Auflagen für den straßenseitigen Vor- und Nachlauf zu und von Terminals überdacht werden. Die Politik hat ihre Förderung bislang zu sehr auf den Kombinierten Verkehr, d. h. die Verlagerung von Behältnissen wie Container und Wechselbehältern auf die Schiene begrenzt. Der Förderrahmen muss deshalb deutlich ausgeweitet werden, fordern DSLV und VDV übereinstimmend.

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Tel. 030 / 40 50 228 10 | Mail: FHuster@dslv.spediteure.de

Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV)
Rahime Algan, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit, stellv. Pressesprecherin
Tel. 030/399932-18 | Mail: algan@vdv.de
 
 

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Markus Wolters

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