Berlin, 18. September 2017

Treibstoff und Personal gehörten von Juli 2016 bis zur Jahresmitte 2017 zu den Hauptkostentreibern im deutschen Stückgutmarkt. Die inzwischen sechste Veröffentlichung des Kostenindex Sammelgutspedition, der im Auftrag des Deutschen Speditions- und Logistikverbands (DSLV) erhoben wird, weist im genannten Zeitraum einen Gesamtkostenanstieg von 3,3 Prozent für Versand und Abwicklung einer typischen Stückgutsendung aus.

Der sehr kräftige Anstieg der Treibstoffkosten im Betrachtungszeitraum um fast 12 Prozent trug mit 1,2 Prozentpunkten zur Gesamtkostenerhöhung bei. Der Anstieg der Personalkosten um 2,3 Prozent wirkte sich mit einem Anteil von 1,15 Prozentpunkten auf den Index aus. Die Sachkosten stiegen um 2,7 Prozent und erhöhten die Gesamtkosten um einen gewichteten Anteil von knapp einem Prozentpunkt.

Stückgutnetzbetreiber verspüren deutlich den zunehmenden Mangel an qualifizierten Kraftfahrern vor allem ab dem zweiten Quartal 2017. Deshalb fällt er in der Betrachtung des ersten Halbjahrs 2017 noch nicht so drastisch ins Gewicht. Die momentane Personalkostenentwicklung, die sich im anstehenden Herbst- und Weihnachtsgeschäft noch verschärfen wird, wird sich erst in der nächsten Veröffentlichung des DSLV-Kostenindex im März 2018 widerspiegeln.

Die Veränderungen der einzelnen Kostenarten führten auch zu einer Verschiebung ihrer prozentualen Aufteilung: Personalkosten (50,4 Prozent), Treibstoffkosten (10,9 Prozent), Maut (3,1 Prozent) und Sachkosten (35,6 Prozent).

Das Steinbeis Beratungszentrum Forwarding and Logistics Center (FORLOGIC) erstellt den Kostenindex Sammelgutspedition im Auftrag des DSLV. Der vollständige Bericht von FORLOGIC kann hier heruntergeladen werden. Der DSLV veröffentlicht seinen Kostenindex als Benchmark für den Stückgutmarkt im Halbjahresabstand. Beteiligt an der Erhebung sind etwa 100 Depots der folgenden Stückgutnetze: 24plus, CargoLine, Emons, Honold, IDS, ILN, ONLINE Systemlogistik, Schenker Deutschland und VTL.

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