Gemeinsam mit fünf weiteren Verkehrsverbänden bezieht der Deutsche Speditions- und Logistikverband Position zu den Fragen des Einsatzes dieselbetriebener Lkw und zur postfossilen Mobilität. In der aktuellen „Diesel-Debatte“ sehen die Verbände es als erforderlich an, den Wirtschafts- und Lieferverkehr vom derzeit schlechten Image des Diesel-Pkw zu distanzieren und gleichzeitig auf die dringend erforderliche, jedoch derzeit zu schwache Innovationsdynamik der Fahrzeugindustrie hinzuweisen.

Mit der gemeinsamen Position erfolgt eine überfällige Abgrenzung des Wirtschaftsverkehrs vom Negativ-Image des Diesel-Pkw, in dessen Sog die Dieseltechnologie insgesamt zu geraten droht.

Die Verkehrsbranche wird durch weitere logistische Prozessoptimierungen (Eigenbeitrag) sowie durch den verstärkten Einsatz von Fahrzeuginnovationen (Fremdbeitrag) zur Reduzierung von CO2- und Luftschadstoffemissionen beitragen. Ein nachhaltiger Beitrag zur Verbesserung der Umweltbedingungen kann aber nur in einer ganzheitlichen Betrachtung aller Emittenten erreicht werden. Die Politik darf nicht in Aktionismus verfallen, mahnen die Verbände. Bis zur seriellen Fertigung alternativ angetriebener und bezahlbarer Fahrzeuge einschließlich flächendeckender Tank- und Ladeinfrastruktur können moderne Dieselnutzfahrzeuge nicht einfach und dogmatisch von heute auf morgen den Versorgungsprozessen von Industrie, Handel und Bevölkerung entzogen werden.

Insbesondere die politische Forderung nach einer schnellen Verbreitung der Elektromobilität und des Einsatzes strombasierter Kraftstoffe auch über den städtischen Verkehr hinaus ist zu pauschal und nicht ausreichend fundiert, solange der Energiesektor die zu erwartende Verdoppelung des heutigen gesamten Primärenergiebedarfs nicht allein auf regenerativer Basis erbringen kann.

Die Verbände unterstützen sämtliche Fahrzeugtechnologien, die geeignet sind, die angestrebten Umweltziele zu erreichen, sofern diese Technologien zukunftsfähig und wirtschaftlich sind und über eine flächendeckende Betankungsinfrastruktur verfügen.

Aus Sicht der Verbände kommt vor allem der Fahrzeugindustrie die Aufgabe zu, ihre Innovationsdynamik auf dem Nutzfahrzeugmarkt unter Beweis zu stellen und der Verkehrsbranche schnellstmöglich marktreife und vor allem standardisierte alternative Antriebsformen als essentielle Voraussetzung für eine spürbare Emissionsreduzierung anzubieten.

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