Nach Mitteilung des bulgarischen Verbands des Straßengüterverkehrs AEBTRI wurden die Sanktionen bei Verstößen gegen zeitlich befristete Fahrverbote in Bulgarien erheblich verschärft.

 

So drohen nunmehr der Entzug der Fahrerlaubnis für die Dauer eines Monats und die Stilllegung des Fahrzeugs für die Dauer von drei Monaten. Bisher galt für derartige Verstöße ein Bußgeld von ca. 153,40 Euro.

Im Fall der Fahrzeugstilllegung soll lediglich das Motorfahrzeug (Lkw/Sattelzugmaschine) festgesetzt werden, sodass der Anhänger bzw. Sattelanhänger und die darin befindliche Ladung nach Ablauf des entsprechenden Fahrverbots mit einem anderen Motorfahrzeug weiterbefördert werden können. Auch eine Rückführung des festgesetzten Fahrzeugs ins Heimatland soll unter bestimmten restriktiven Bedingungen möglich sein, darüber fehlen aber noch genauere Einzelheiten aus Bulgarien.

Als „zeitlich befristete Fahrverbote“ gelten in Bulgarien nach Auskunft von AEBTRI beispielsweise die bulgarischen Ferien- und Wochenendfahrverbote. Ebenso gehören jedoch auch Straßensperrungen wegen Bauarbeiten oder anderen Infrastrukturproblemen zu den von den neuen Sanktionen betroffenen Verstößen. Der bulgarische Verband weist darauf hin, dass alle zeitlich befristeten Fahrverbote – unabhängig von ihrer Veröffentlichung  – stets ausgeschildert und damit für die Fahrer erkennbar sind.