Der russische Föderale Zolldienst (FCS) hat die Vereinbarung mit dem national bürgenden russischen Verband ASMAP nochmals bis 28. Februar 2015 verlängert. Warentransporte unter Carnet TIR nach Russland können folglich wie bisher weiterhin durchgeführt werden. Der DSLV begrüßt die Entscheidung des russischen Zolls im Interesse eines reibungslosen Warenaustauschs beider Länder.

In einem Schreiben vom 25. November 2014 (Ref. NA 01-18/56118) hat der Föderale Zolldienst der Russischen Föderation (FCS) dem russischen bürgenden Garantieverband ASMAP offiziell die Verlängerung der Bürgschaftsvereinbarung im Carnet TIR-Verfahren bis 28. Februar 2015 mitgeteilt.

 
Nach Angaben der International Road Transport Union (IRU) bedeutet diese Verlängerung, dass Warentransporte unter Carnet TIR in die Russische Föderation weiterhin durch alle zugelassenen Carnet TIR-Benutzer in Übereinstimmung mit der UN TIR-Konvention durchgeführt werden können. Russische Zollbehörden müssen also auch zukünftig Carnet TIR an den russischen Grenzen akzeptieren und erledigen. Gleichzeitig bleibt jedoch die seit Mitte September 2013 erhobene Forderung des Zolls nach zusätzlichen nationalen Sicherheiten für alle Straßentransporte unter Carnet TIR über russisches Territorium bestehen.
 
In der Praxis bleibt es auch dabei, dass Carnets TIR bei der Einreise in die Eurasische Zollunion (Belarus, Russland, Kasachstan) über die belarussische oder kasachische Außengrenze weiterhin ohne zusätzliche Sicherheiten abgefertigt werden und Transporte die russischen Bestimmungszollstellen erreichen.
 
Allen Beteiligten auf russischer Seite sowie auf IRU- und UN-Ebene bleibt somit bis 28. Februar 2015 Zeit, einen gegebenenfalls neuen bürgenden Verband für das Carnet TIR-Verfahren in Russland zu finden und zu installieren.
 
Die FCS-Entscheidung folgt einer Anweisung des First Deputy Prime Ministers, Herrn Shuvalov, vom 17. November 2014, der den russischen Zoll und das russische Transportministerium aufgefordert hatte zusammen zu arbeiten, um die volle Funktionsfähigkeit der TIR-Konvention auf russischem Territorium so schnell wie möglich wieder herzustellen.
 
Für den Deutschen Speditions- und Logistikverband (DSLV) stellt die Entscheidung des FCS ein positives Signal im Hinblick auf eine baldige Normalisierung des bilateralen Warenaustauschs beider Länder dar.