Der neue Branchenbericht der Commerzbank AG zeichnet ein positives Bild des Transport- und Logistikmarktes in Deutschland und in Europa. Das Güteraufkommen in Deutschland werde im laufenden Jahr das Rekordaufkommen des Jahres 2008 übertreffen. Der Bericht identifiziert außerdem Chancen, Risiken und langfristige Trends für den nationalen und internationalen Logistiksektor.

Ein positives Bild des Transport- und Logistikmarktes in Deutschland und in Europa zeichnet der am 3. November 2014 im Rahmen eines Pressegesprächs in Berlin vorgestellte Branchenbericht der Commerzbank AG. Für den Transportsektor in Europa wird nach zwei Jahren mit realen Umsatzrückgängen für 2014 mit einem Wachstum von 1,5 Prozent gerechnet. Weltweit wird im Transportmarkt (Güter- und Personentransport) ein Zuwachs von drei Prozent vorausgesagt.

In Deutschland könnte das Gütertransportaufkommen 2014 um rund 2,5 Prozent zunehmen und damit das Rekordniveau des Jahres 2008 übertreffen. Höhere Transportmengen werden sowohl in der Luftfracht (plus 2,4 Prozent) als auch im Seehafenumschlag (plus 2,5 Prozent) erwartet. Gleichfalls zulegen werden die Landverkehrsträger Straße (plus drei Prozent), Schiene (plus 1,5 Prozent) und Binnenschiff (plus ein Prozent).

Die Autoren der Studie sehen keine Rezession voraus. Der Logistikstandort Deutschland bleibe weltweit führend und profitiere vom starken deutschen Export. Allerdings seien künftig hohe Investitionen in die Infrastruktur erforderlich, um deren Leistungsfähigkeit zu erhalten.

Als Wachstumstreiber stellt der Bericht insbesondere den Paketversand an private Verbraucher aufgrund des zunehmenden Internethandels und den Bereich der Kontraktlogistik heraus. Die Auslagerung von Logistikaufgaben an externe Dienstleister nehme immer weiter zu.

Darin sehen die Autoren der Studie ebenso einen langfristigen Trend wie in der positiven Entwicklung des europäischen Logistikmarktes. Weiteres wirtschaftliches Potenzial bergen die so genannten Emerging Markets (China und ASEAN-Verbund) in sich sowie die Reindustrialisierung der USA. Für Russland oder Brasilien ergeben sich eher langfristige Perspektiven.

Eine anspruchsvolle Aufgabe für die Logistik wird in der weiteren Digitalisierung und Vernetzung von Produktionsprozessen innerhalb von Betrieben, Unternehmensgruppen sowie Zulieferern und Vertriebswegen gesehen. Für diese unter dem Begriff „Industrie 4.0“ zusammengefasste Entwicklung bilde die Logistik die Basis. Als Erfolgsfaktor für die Branche werden darum Investitionen in leistungsfähige IT-Strukturen genannt.

Der vollständige Bericht kann der Datei im Anhang entnommen werden.

 

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