Der DSLV lädt alle interessierten Mitgliedsunternehmen zu einer Informationsveranstaltung: „Russland-Embargo: Was müssen Speditions- und Logistikunternehmen beachten?“ am 16. September 2014 in Bonn ein. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle hat zwischenzeitlich ein Merkblatt zu den neuen Sanktionen veröffentlicht und eine Hotline eingerichtet.

Seit 1. August 2014 gelten umfangreiche Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Diese beinhalten ein Waffenembargo, Maßnahmen im Bereich des Kapitalmarkts sowie Verbote für die Ausfuhr von so genannten Dual-Use-Gütern und Ausrüstungsgegenständen für den Energiesektor. Zudem stehen mittlerweile 20 Organisationen und 87 Personen auf „schwarzen Listen“.

Der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) warnt vor weitreichenden Auswirkungen des Embargos auf die Speditions- und Logistikbranche. Besondere Risiken bestehen bei den güterbezogenen Sanktionen. Hier müssen sich Spediteure und Logistiker in den meisten Fällen auf Informationen verlassen, die aus den Frachtpapieren und Aufträgen hervorgehen. Die Unternehmen haben weder exakte Kenntnis über die Ware noch deren Verwendungszweck in Russland. Die damit verbundenen Risiken werden oftmals leichtfertig unterschätzt. So fallen beispielsweise auch rein deutsche oder innereuropäische Transporte diverser Waren unter das Russland-Embargo, wenn sie zur Verwendung in Russland bestimmt sind und „ganz oder teilweise für militärische Zwecke oder für einen militärischen Endnutzer bestimmt sind oder bestimmt sein könnten“.

Auch die Strafen sind nicht zu unterschätzen: Bereits fahrlässige Embargoverstöße werden mit einer Geldbuße in Höhe von bis zu 500.000 Euro geahndet, vorsätzliche Zuwiderhandlungen mit einer Freiheitsstrafe von drei Monaten bis fünf Jahren, und Verstöße gegen das Waffenembargo mit einer Freiheitsstrafe von ein bis zehn Jahren.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat am 12. August 2014 ein Merkblatt zum Russland-Embargo veröffentlicht, mit Schwerpunkt auf güterbezogene Sanktionen, die primär den Ausführer betreffen. Es kann im Internet unter folgender Adresse abgerufen werden: http://www.ausfuhrkontrolle.info/ausfuhrkontrolle/de/arbeitshilfen/merkblaetter/merkblatt_russland.pdf. Zudem hat das BAFA eine Hotline zu Fragen zum Russland-Embargo unter der Nummer: +49 (0) 6196 908-137 eingerichtet.

Speditions- und Logistikunternehmen, die derzeit Geschäfte mit Russland tätigen, sollten sich intensiv über die neuen Embargomaßnahmen der EU informieren. Auch die US-Sanktionen gegen Russland dürfen nicht außer Acht gelassen werden. Der DSLV lädt daher alle Mitgliedsunternehmen zu einer Informationsveranstaltung:

Russland-Embargo: Was müssen Speditions- und Logistikunternehmen beachten? 

am:                        Dienstag, 16. September 2014
beginnend um:      10:30 Uhr (bis circa 13:30 Uhr)
im:                         Derag LivingHotel Kanzler (Adenauer Allee 148, 53113 Bonn)
                              https://www.deraghotels.de/hotels-bonn/hotel-kanzler-bonn.html
ein.

Dem DSLV ist es gelungen, mit Herrn RA Dr. M. Möllenhoff einen ausgewiesenen Experten als Referenten für diese Veranstaltung zu gewinnen. Des Weiteren wird Frau RA‘in Jutta Knell, Geschäftsführerin des DSLV, Tipps und Handlungsempfehlungen für den Umgang mit den neuen Sanktionen geben.

Für die Teilnahme berechnen wir einen Kostenbeitrag von 49 Euro (zuzüglich gesetzlicher Mehrwehrtsteuer). Bitte nutzen Sie für Ihre verbindliche Anmeldung das beigefügte Anmeldeformular. Anmeldeschluss ist der 11. September 2014.

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