Als Reaktion auf die am 1. August 2014 eingetretenen Wirtschaftssanktionen der Europäischen Union hat die russische Regierung am 7. August 2014 ein Einfuhrverbot für Nahrungsmittel aus Ländern angeordnet, die im Ukraine-Konflikt Sanktionen gegen Russland verhängt haben. Es tritt sofort in Kraft und gilt für ein Jahr. Die konkrete Liste liegt jetzt vor.

Seit 1. August 2014 gelten umfangreiche EU-Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Die Sanktionen beinhalten ein Waffenembargo, Maßnahmen im Bereich Kapitalmarkt sowie Verbote für die Ausfuhr von bestimmten Dual-Use-Gütern und Ausrüstung für diverse Projekte im Energiebereich. Die Antwort Russlands auf das verhängte Embargo ließ nicht lange auf sich warten. Als Reaktion auf die Sanktionen des Westens hat die russische Regierung am 7. August 2014 Einfuhrbeschränkungen für Nahrungsmittel aus Ländern, die im Ukraine-Konflikt Sanktionen gegen Russland verhängt haben, angeordnet. Sie gelten mit sofortiger Wirkung.

 
Die konkrete Liste der landwirtschaftlichen Erzeugnisse, Rohstoffe und Lebensmittel, für die für ein Jahr ein Einfuhrverbot in die Russische Föderation gilt, ist diesem Rundschreiben als Anlage beigefügt. Es handelt sich hierbei unter anderem um Rindfleisch, Schweinefleisch und Geflügelfleisch, Milch und Milchprodukte, Fisch sowie Obst und Gemüse. Betroffen sind alle in der Liste aufgeführten Lebensmittel, deren Herkunftsländer die Mitgliedstaaten der Europäischen Union, die Vereinigten Staaten, Kanada, Australien und Norwegen sind.
 
Ausgenommen vom Verbot sind unter anderem Kindernahrung, hergestellt aus den gelisteten Produkten, alkoholische Getränke, Obstsäfte, Mehl, Eier, Gewürze, Honig, Zucker, Kakao, Kaffee, Tee, Pflanzen, Blumen, Getreide und Getreideprodukte sowie lebendes Vieh. Das Einfuhrverbot bezieht sich sowohl auf frische Waren als auch auf gekühlte, tiefgefrorene oder konservierte Produkte.
 
Grundsätzlich sollen Sendungen mit anderen als in der Liste aufgeführten Warencodes weiterhin abgefertigt werden können. In diesem Zusammenhang weist der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) noch einmal auf das Rundschreiben Nr. 157/2014/a vom 1. August 2014 hin, wo entsprechende Handlungsempfehlungen zur Vermeidung von Verstößen genannt sind.
 

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