Nach seiner Vorankündigung vom 25. März 2014 zur zukünftigen Ausgestaltung der Lkw-Maut ist Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt nun konkreter geworden. Im Anschluss an die Konferenz der Länderverkehrsminister am Mittwoch, den 3. April 2014 in Leipzig gab Dobrindt bekannt, dass bis zum 1. Juli 2015 weitere 1.000 Kilometer vierstreifige Bundesstraßen in das Netz mautpflichtiger Straßen aufgenommen werden sollen.

Außerdem ist die Einführung einer eigenen Mautklasse für Lkw geplant, welche die umweltfreundliche Emissionsnorm Euro VI erfüllen. Die Gewichtsgrenze zur Zahlung der Maut will Dobrindt Presseberichten zufolge für mautpflichtige Lkw mit Wirkung vom 1. Oktober 2015 auf 7,5 Tonnen absenken. Ab Mitte 2018 soll die Mautpflicht schließlich auf das gesamte Netz der Bundesstraßen ausgedehnt werden.

Die Basis zur Festlegung der neuen Mautsätze liefert das aktualisierte Wegekostengutachten für die Jahre 2013 bis 2017. Dieses wurde Ende März auf der Internetseite des Bundesverkehrsministeriums veröffentlicht und soll am 10. April 2014 den betroffenen Verbänden im BMVI in Berlin vorgestellt werden. Möglicherweise können im Anschluss daran erste Aussagen über die genaue Höhe der neuen Mautsätze getroffen werden. Hierzu hatte sich der Minister bislang nicht geäußert. Auf einer Veranstaltung des Deutschen Verkehrsforums am 3. April 2014 in Berlin bekräftigte der Minister jedoch, dass er hinsichtlich der Höhe der zukünftigen Mautsätze die Vorgaben des Wegekostengutachtens eins zu eins übernehmen werde. Dies sowohl im Hinblick auf die unterschiedliche Differenzierung der Mautsätze zwischen Bundesstraßen und Bundesautobahnen, als auch was die Anlastung der durch den Straßengüterverkehr verursachten externen Kosten betrifft.