Der DSLV zieht in einem Schreiben an das Luftfahrt-Bundesamt eine kritische Zwischenbilanz der bisher in der Arbeitsgruppe Schulung erreichten Ergebnisse. Der Verband kritisiert besonders die neuerdings vom LBA geforderte zusätzliche Schulung für Luftsicherheitsbeauftragte, die auch Sicherheitskontrollen durchführen.

Nach zwei Jahren gemeinsamer Erarbeitung des sogenannten „Modularen Schulungssystems“ hat der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) in einem Schreiben an das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) eine sehr gemischte Zwischenbilanz zu den Ergebnissen der Arbeitsgruppe Schulung (AG Schulung) gezogen. Der Verband kritisiert, dass sich die Behörde bei deren Umsetzung von den gemeinsam formulierten Zielen und Intentionen der AG Schulung offensichtlich zunehmend entfernt. Einseitige und kurzfristige Entscheidungen der Behörde haben die gesamte Branche unnötig verunsichert und gefährden die Rechtssicherheit für Investitionen in die Qualifizierung des Personals in der Luftsicherheit. Weitere an der AG Schulung beteiligte Wirtschaftsverbände unterstützen in inhaltsgleichen Schreiben die Position des DSLV.

In seinem Schreiben kritisiert der DSLV vor allem die Infragestellung der „Höherwertigkeit“ von Schulungen durch das LBA. Diese führt in der Praxis zu dem absurden Ergebnis, dass der Sicherheitsbeauftragte, der auch Sicherheitskontrollen durchführt, selbst eine zusätzliche Schulung gemäß Nummer 11.2.3.9 des Anhangs zur EU-Verordnung 185/2010 erhalten muss. Und dies, obwohl alle Elemente der Nummer 11.2.3.9 inhaltlich bereits in der 35 Stunden-Schulung für den Sicherheitsbeauftragten enthalten sind.
  
Außerdem spricht sich der DSLV in Übereinstimmung mit den anderen Verbänden klar gegen eine Genehmigungspflicht für Lernzielerfolgskontrollen aus. Die weiteren Einzelheiten und Kritikpunkte sind dem beigefügten Schreiben des DSLV an das LBA zu entnehmen, das in Kopie auch an die zuständigen Fachreferate im Bundesinnen- und -verkehrsministerium gerichtet ist.

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