Straßengüterverkehr

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Wissenschaftliche Erkenntnisse belegen eindrucksvoll Vorteile des Lang-Lkw

Der bundesweite Feldversuch zum Lang-Lkw geht in die dritte und finale Phase, in der Detailfragen behandelt werden sollen. Schon der Zwischenbericht der zuständigen Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) wies die Pro-Argumente für die neuen Fahrzeugkombinationen in aller Klarheit aus. Die Gegner des Lang-Lkw werden durch die eindeutigen ökonomischen und ökologischen Vorteile dieses Fahrzeugkonzepts als Treiber einer ideologisch getriebenen Scheindebatte entlarvt. Die Ergebnisse wurden jetzt bei einer Fachveranstaltung der BASt erneut bestätigt.

Seit dem Zwischenbericht bestehen keine Zweifel mehr: Der Einsatz von Lang-Lkw führt nicht zu einer Transportverlagerung von der Schiene auf die Straße. Vielmehr hat sich dieser Fahrzeugtyp als eine geeignete Systemkomponente des kombinierten Verkehrs erwiesen. Der Lang-Lkw nutzt die Straße nicht stärker ab als andere Lkw. Die Effizienzgewinne und Kraftstoffeinsparungen liegen zwischen 15 und 25 Prozent. Hieraus resultiert gleichzeitig eine deutliche Reduktion der Schadstoff- und CO2-Belastung. Die Fahrzeuge sind darüber hinaus mindestens so verkehrssicher wie konventionelle Lkw und ein größerer Stress und eine erhöhte psychologische Belastung der Fahrer konnten nicht festgestellt werden.

Der DSLV sieht in den vorliegenden Ergebnissen eine weitere Bestätigung für seine Auffassung, dass innovative Nutzfahrzeuge wie der Lang-Lkw einen wichtigen Beitrag zur Effizienzsteigerung im Güterkraftverkehr leisten können. „Die Vorteile des Lang-Lkw sind in allen Belangen so offensichtlich, dass es nur eine logische Konsequenz ist, diesen nach Abschluss des Feldversuchs für den allgemeinen Verkehr zuzulassen“, erklärt DSLV-Präsident Mathias Krage.

Er begrüßt aus diesem Grunde die Bereitschaft in einzelnen Bundesländern, wie in Nordrhein-Westfalen oder in Baden-Württemberg, über die Zulassung längerer Fahrzeugeinheiten neu nachzudenken. Krage weist darauf hin, dass die Anordnung des Feldversuchs aber erst dann als komplett gelten könne, wenn die Fahrzeuge in allen Bundesländern ungehindert daran teilnehmen dürften. Er betont: „Die bisherige Praxiserfahrung widerlegt eindrucksvoll das Argument, der Lang-Lkw funktioniere nur unter Laborbedingungen. Es ist jetzt zu wünschen, dass die Politik in Bund und Ländern die erforderliche Konsequenz aus dieser wissenschaftlich fundierten Erkenntnis zieht und den regelmäßigen Einsatz dieser modernen Fahrzeuge im Echtbetrieb in Deutschland ermöglicht.“

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Markus Wolters

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