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Festliche Verleihung in Hamburg: Frank Huster ist diesjähriger Träger des Deutschen Gefahrgut-Preises

Eines der am besten gehüteten Geheimnisse der Gefahrgut-Szene wurde am gestrigen Abend im Empire Riverside Hotel in Hamburg gelüftet: Frank Huster, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Speditions- und Logistikverbands (DSLV), ist Träger des 23. Deutschen Gefahrgut-Preises. Die bundesweit renommierte Auszeichnung nahm Huster von Staatssekretär Enak Ferlemann aus dem Bundesverkehrsministerium entgegen. Die Jury würdigte damit das langjährige Engagement von Huster für die Erhöhung der Sicherheit bei der Beförderung gefährlicher Güter.

„Die Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Gesetzgebung  zu optimieren, ist die klassische Aufgabe der Verbände und ihrer Vertreter“, betonte Ferlemann in seiner Laudatio. Darum sei Frank Huster in seinen Augen auch zu Recht als Preisträger ausgewählt worden, da er viele Jahre intensiv daran mitgewirkt habe, die umfangreichen Vorschriften des Gefahrgutrechts mit der Praxis des Speditionsgewerbes in Übereinstimmung zu bringen. Dabei bescheinigte er ihm ausgeprägte Praxiskenntnisse und Verhandlungsgeschick in nationalen Ausschüssen und in den Gremien der Vereinten Nationen bei der Vertretung eines klaren Standpunktes des DSLV.

In seiner Begründung als Jurysprecher hob Peter Steinbach, Geschäftsführer des Verbands Chemiehandel, insbesondere vier Einzelprojekte hervor, zu deren Erfolg Huster maßgeblich beigetragen habe: Seine federführenden Arbeiten bei der ADR/RID-Strukturreform sowie sein Engagement zur Aufnahme eines einheitlichen Unfallmerkblattes in das ADR mit der Folge, dass formale Beanstandungen schlagartig aufhörten und die Sicherheit auf einem hohen Niveau gewahrt wurde. Zudem hat sich Huster um die praxisnahe Umsetzung von zusätzlichen Security-Vorschriften im Gefahrgutrecht in Folge der Attentate des 11. September 2001 verdient gemacht und die bis heute wirksame Reformierung der Beratungsstrukturen zum Gefahrgutrecht im BMVBS initiiert.

Seine Dankesrede nahm der Preisträger zum Anlass, um auf den weiterhin bestehenden Verbesserungsbedarf in den Verfahren zur Regelsetzung hinzuweisen. Seit jeher sei der Wissenstransfer in Richtung Gesetzgebung eine besondere Herausforderung für seinen Verband, so Huster, denn ein großes Problem liege in der mangelnden Sachkenntnis der speditionellen Arbeitsabläufe in den verschiedenen Ministerien.

Dass die Speditionsbranche wesentlich mehr leistet, als den reinen Gütertransport von A nach B, manifestiere sich vor allem im Stückgutgeschäft mit seinen mehrstufigen und flächendeckend aufgebauten Systemverkehren. Die Integration der Gefahrgutbeförderung in diese Systeme sei eine echte Herausforderung, auf die die Gesetzgebung noch wesentlich stärker und genauer als bisher eingehen müsse.

Eine von vielen weiteren Aufgaben für Jörg Roth, der zum 2. April seine Nachfolge als Referent für Gefahrgutlogistik, Sicherheit, Umwelt und Technik im DSLV antritt. Für ihn wünschte sich Huster von den etwa 150 geladenen Gästen, dieselbe Kollegialität und Wertschätzung, wie er sie in mehr als 20 Jahren in der 'Gefahrgutfamilie' habe erfahren dürfen.

Hinweis:
Der Deutsche Gefahrgut-Preis wird seit 1991 jährlich von der Redaktion des Gefahrgut-Magazins Gefährliche Ladung ausgeschrieben. Verliehen wird er ausschließlich an natürliche Personen, die auf dem Gebiet des Gefahrgutrechts, der Gefahrgutbeförderung, des Umschlags, Umgangs oder der Umschließung gefährlicher Güter Außergewöhnliches geleistet haben. Eine unabhängige Jury aus derzeit zehn führenden Vertretern der gefahrgutrelevanten Verbände, Organisationen und Behörden wählt den Preisträger aus den eingesandten Vorschlägen aus.

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Portraitfoto von Markus Wolters
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Markus Wolters

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