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DSLV engagiert sich im Kampf gegen Frachtraub

Der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) engagiert sich im Kampf gegen den zunehmenden Diebstahl von Sendungen, Ladungen und kompletten Ladungsträgern. Gemeinsam mit anderen betroffenen Verbänden des Gütertransports und der Versicherung gründete er die „Arbeitsgemeinschaft Diebstahlprävention in Güterverkehr und Logistik“. Ein gemeinsam verabschiedeter Forderungskatalog trug bereits zur Aufnahme des Titels „Diebstählen im Transportbereich im öffentlichen Verkehrsraum entgegenwirken“ im weiterentwickelten Aktionsplan Güterverkehr und Logistik des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) bei.

Die seit Jahren zunehmende Zahl von Ladungsdiebstählen ist ein ernstes Problem. Die deutschen Versicherer schätzen den jährlichen Schaden durch Diebstähle im Transportbereich auf rund 300 Millionen Euro. DSLV-Hauptgeschäftsführer Frank Huster warnt vor den gravierenden Folgen für die Branche: „Speditionen planen, steuern und betreiben den globalen Fluss hoher Warenwerte und sind deshalb besonders empfindlich für kriminelle Eingriffe. Logistikdienstleister treffen maximale Vorkehrungen für den sicheren Transport hochwertiger Waren. Nicht annähernd steht aber die Bezahlung des Spediteurs im Verhältnis zum Warenwert.“

Der DSLV hat schon frühzeitig die Dimension der kriminellen Bedrohung erkannt. Mit der von ihm 2002 gegründeten Schutz- und Aktionsgemeinschaft für die Erhöhung der Sicherheit in der Spedition (s.a.f.e.) unterstützt der Verband Speditionen beim Aufbau eines präventiven Risikomanagements mit einem klaren Sicherheitskonzept.

Die Richtigkeit dieses Wegs wird durch das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) bestätigt. Demnach verweisen Sicherheitsexperten auf die Wichtigkeit der Verzahnung von technischen und organisatorischen Maßnahmen.

Das BAG hat die Problematik der zunehmenden Diebstähle im Transportbereich untersucht. In seiner im März 2015 veröffentlichten Studie werden einerseits Erkenntnisse zu Fallzahlen und Schadenssummen gesammelt und ausgewertet. Andererseits werden regionale Tatschwerpunkte sowie die Vorgehensweisen der zunehmend organisiert operierenden Täter analysiert. Demnach ist die jährliche Anzahl von Frachtdiebstählen zwischen 2007 und 2013 moderat leicht angestiegen (BAG-Pressemitteilung vom 12. März 2015).
Aus Sicht des DSLV und der Arbeitsgemeinschaft Diebstahlprävention sind folgende Maßnahmen zur Prävention von Ladungsdiebstählen erforderlich:

Bundesweite Erhebung eines Lagebilds von Diebstählen im Transportbereich und daraus die Ableitung von Maßnahmen

Verbesserte Strafverfolgung durch länderübergreifende Koordinierung und Kooperation der EU-Staaten

Gründung einer Spezialeinheit der Polizei und einer Schwerpunktstaatsanwaltschaft für „Cargo Crime“ in Deutschland

Erhöhte polizeiliche Präsenz im öffentlichen Verkehrsraum

Unterstützung der betroffenen Branchen bei Investitionsvorhaben

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Portraitfoto von Markus Wolters
DSLV

Markus Wolters

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