Die im Folgenden genannten Umsatz- und Beschäftigtenzahlen beziehen sich ausschließlich auf den Markt der Anbieter von Speditions- und Logistikdienstleistungen. Die Leistungen und Beschäftigten der Logistikabteilungen von Industrie und Handel werden dabei nicht berücksichtigt.

Beschäftigte in Spedition und Logistik

Im Jahr 2015 verzeichneten die Speditions- und Logistikdienstleister insgesamt 541.594 Beschäftigte. Für die ersten drei Quartale in 2016 wird auf Grundlage des Konjunkturindexes des Statistischen Bundesamts ein Wachstum von gut zwei Prozent erwartet. Die Branche bietet damit zwar mehr als einer halben Million Menschen Arbeit, dennoch ist ein Großteil ihrer Betriebe der Kategorie der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zuzurechnen. Unter anderem prägen die regionalen Produktions- und Verbrauchsstrukturen die Betriebsgröße der Branche. So verfügen 53 Prozent der Betriebe über bis zu 50 und nur 14 Prozent über mehr als 200 Mitarbeiter. Ein Betrieb hatte im Jahr 2015 durchschnittlich 34 Beschäftigte. Im Vergleich hierzu beschäftigten Betriebe des gewerblichen Straßengüterverkehrs durchschnittlich nur elf Mitarbeiter.

Umsatz in Spedition und Logistik

Nach dem krisenbedingten Einbruch 2009/2010 hat sich das Umsatzniveau der Branche zunächst auf einem moderaten Wachstumskurs stabilisiert. Entsprechend der Konjunkturstatistik des Statistischen Bundesamts sind die Umsätze der Speditions- und Logistikunternehmen in 2014 etwa um 1,8 Prozent gestiegen und 2014 erstmals hundert Milliarden Euro überschritten (Gesamtumsatz 2014: 102,3 Milliarden Euro1). Für 2015 sowie die ersten drei Quartale in 2016 lässt die Konjunkturstatistik nun im Durchschnitt einen Rückgang des Branchenumsatzes von etwa -0,9 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode erwarten. 

Jahr
Beschäftigte
Umsatz
(Mrd. Euro)
2003
475.593
48,6
2004
472.059
54,9
2005
480.939
59,7
2006
487.822
65,6
2007
497.715
77,2
20081
532.652
79,8
2009
508.178
67,6
2010
503.897
78,4
2011
516.558
88,7
2012
517.757
91,1
2013 520.971 93,2
2014
532.404
102,32
2015 541.594 101,43
2016 553.8703 100,63
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  
 
 

 


 
 
Datenquellen: Dienstleistungsstatistik, Statistisches Bundesamt; Beschäftigtenstatistik, Bundesagentur für Arbeit, Eigene Berechnungen.


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1Ab dem Berichtsjahr 2008 wird die revidierte Wirtschaftszweigklassifikation (WZ) angewendet (Ausgabe 2008). Bei einer Revision in 2016 hat sich aufgrund verbesserter Datenaufbereitung die Zahl der Beschäftigten und der Betriebe ohne Angabe zum Arbeitsort und Wirtschaftszweig reduziert. Deswegen treten Abweichungen rückwirkend bis einschließlich 2008 gegenüber zuvor veröffentlichten Daten auf.

2Der sehr starke Anstieg gegenüber 2013 (+9,1 Milliarden Euro) ist überwiegend auf eine Erweiterung der statistischen Erfassung auf Unternehmen mit einem Gesamtumsatz von weniger als 17.500 Euro im Jahr zurückzuführen.

3DSLV-Prognose